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Die Häuser, in denen wir wohnten.

  • Writer: Лилия Денисенко
    Лилия Денисенко
  • Dec 24, 2025
  • 1 min read

Ich erinnere mich nicht an Adressen. Ich erinnere mich an Licht.


Jedes Haus, in dem wir wohnten, blieb nicht nur Mauern, sondern ein Gefühl – die Morgenluft, das Geräusch von Schritten auf dem Boden, der Ausblick aus dem Fenster, der uns mit der Zeit vertraut wurde.


Manche Häuser waren nur vorübergehend, aber sie fühlten sich sicherer an als dauerhafte. Es war leicht, darin zu atmen. Leicht, still zu sein. Leicht, man selbst zu sein – ohne die Rolle eines Gastes.


Wir kamen nur kurz an, und als wir gingen, war es, als müssten wir etwas zurücklassen. Nicht Dinge, sondern Rhythmus. Die Gewohnheit, ohne Eile aufzuwachen. Eine Stille, die nicht gefüllt werden musste.


Es gab Häuser, in denen die Fenster immer offen standen. Wo der Abend ungebeten hereinbrach. Wo das Meer oder der Garten Teil des Innenraums wurden.


Mir wurde klar, dass es bei einem Zuhause auf Reisen nicht um Komfort oder Einrichtung geht. Es ist Zufall. Wenn ein Ort nicht mit einem diskutiert, keine Anpassung verlangt, sondern einen einfach akzeptiert.

Mit der Zeit begannen die Häuser einander nicht nur äußerlich, sondern auch vom Ambiente her zu ähneln. Sie waren zwar unterschiedlich, aber vereint durch ein gemeinsames Gefühl – man wollte in ihnen verweilen. Nicht weil sie schön waren, sondern weil sie Ruhe ausstrahlten.


Vielleicht sind es gerade diese Häuser, die uns das Wichtigste lehren: Zuhause ist kein Punkt auf der Landkarte. Es ist ein Zustand, den man mit sich trägt.


Manchmal möchte man in diesen Häusern nicht nur für die Dauer einer Reise leben, sondern für eine tiefere Erfahrung – ich habe hier Unterkünfte zusammengestellt, die dieses Gefühl widerspiegeln.

 
 
 
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