Korfu.
- Лилия Денисенко
- 23 груд. 2025 р.
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Оновлено: 24 груд. 2025 р.

Korfu hielt still und leise Einzug in mein Leben. Ohne Versprechungen, ohne pompöse Gesten, ohne den Wunsch, es allen recht zu machen. Es war einfach da – im Grünen, das selbst in der Sonne nie verblasst, in der sanften Luft, im Gefühl, dass ein Tag so lange dauern kann, wie er braucht.
Hier teilt sich die Zeit nicht in „dazukommen“ und „nicht dazukommen“. Sie fließt einfach – wie eine Straße zwischen Hügeln, wie der Schatten eines Olivenbaums, wie das Meer, immer nah, aber nie aufdringlich.
Auf Korfu spürte ich zum ersten Mal, dass Reisen nicht Bewegung, sondern Präsenz sein kann. Dass man nicht nach dem Ziel suchen muss, für das man gekommen ist. Es genügt, morgens das Haus zu verlassen, den Tag beginnen zu hören und ihn sich entfalten zu lassen.
Diese Insel beeindruckt nicht sofort. Sie offenbart sich nach und nach – in der Gewohnheit, Kaffee in aller Ruhe zu trinken, in kurzen Ausflügen, die plötzlich wichtiger werden als das Ziel, in einer Stille, die nicht erschreckt, sondern beruhigt.
Auf Korfu geht es nicht um Postkartenmotive. Es geht um einen Zustand, in dem der Wunsch, irgendetwas beweisen zu müssen, verschwindet. Um ein Leben, in dem man nicht nur Zuschauer ist, sondern Teil des Tages, des Lichts, der Luft, des Weges.
Manchmal glaube ich, dass ich hier begriffen habe: Heimat ist nicht der Geburtsort, sondern ein Ort, an dem man nicht mehr fliehen muss.
Und wenn man etwas länger auf Korfu verweilt, bleibt dieses Gefühl in einem haften – wie ein Gefühl für den richtigen Rhythmus, zu dem man zurückkehren möchte.
Manchmal möchte man an solchen Orten nicht nur ein paar Tage, sondern tiefer verweilen – ich habe hier einige Erinnerungen gesammelt Villenunterkünfte auf Korfu und Routen,die mit diesem Zustand übereinstimmen.
